Fatih ist das Istanbul innerhalb der alten Stadtmauern: Großer Basar, Suleymaniye-Moschee, die bunten Hänge von Fener und Balat und der Verkehrsknoten Aksaray liegen alle im selben Bezirk. Die rund 42 Kilometer vom Flughafen Istanbul führen durch die byzantinischen Mauern bei Edirnekapi oder am Goldenen Horn in die Altstadt; nachts dauert es 40-50 Minuten, bei dichtem Verkehr bis zu 95. Ein Fahrer, der den passenden Zugang zu Ihrem Viertel kennt, ist hier bares Geld wert.






Zwei Hauptzufahrten stehen zur Wahl. Von der TEM/O-3 kommend passiert der Wagen die alten Mauern bei Edirnekapi und rollt die Fevzi-Pasa-Straße hinunter ins Zentrum, der kürzeste Weg für Carsamba, die Fatih-Moschee und das Malta-Viertel. Die Alternative folgt dem Goldenen Horn ab Ayvansaray vorbei an Fener und Balat und bindet über Cibali und Unkapani an Suleymaniye und Vefa an.
Nachts sind es 40-50 Minuten, tagsüber üblicherweise 60-80. In den werktäglichen Spitzen und nach dem Freitagsgebet verdichtet sich der Verkehr im Bezirk; kalkulieren Sie dann mit 65-95 Minuten.
Jedes Quartier zieht andere Besucher an: Fener und Balat locken mit bunten Häusern, historischen Kirchen und Cafes die Fotografen; Suleymaniye und Vefa bieten stille Gassen unter Mimar Sinans Silhouette; Großer Basar und Beyazit stehen für Einkauf, Aksaray und Laleli für Großhandel und Mittelklassehotels.
Das UNESCO-gelistete Zeyrek und der Alltag rund um die Fatih-Moschee passen zu Reisenden, die Istanbul abseits der Postkartenmotive suchen. Nennen Sie Ihr Viertel bei der Buchung, damit der Fahrer von vornherein die richtige der beiden Zufahrten wählt.
Manche Gassen an den Hängen von Fener und Balat sind steil und schmal; mit größeren Fahrzeugen schlägt der Fahrer gegebenenfalls einen Halt an der Hauptstraße vor und bringt das Gepäck zu Fuß hinein. In Laleli und Aksaray herrscht mittags reger Handelsverkehr, morgens oder am späten Nachmittag checken Sie entspannter ein. Wer zum Großhandelseinkauf kommt, meldet Kartons und Zusatzgepäck für die Rückfahrt am besten bei der Buchung an, damit ein Fahrzeug mit genug Laderaum kommt.
Öffentlich hängt der Weg nach Fatih vom Viertel ab: Nach Aksaray braucht es die Kette M11-M2-Tram, nach Balat kommt noch ein Bus obendrauf; mit Gepäck dauert das meist über 90 Minuten. Auch die Flughafenbusse bedienen die Hauptachsen, nicht die inneren Gassen. Der Privattransfer bringt Sie in einem einzigen Fahrzeug bis in Ihre Straße, zum bereits bei der Buchung fixierten Preis, ohne Taxameter und ohne Routendiskussion.
Die Tage in Fatih gleichen einander nicht: Der Große Basar bleibt sonntags geschlossen, Einkaufspläne gehören also auf einen Werktag oder Samstag. Mittwochs entfaltet sich im Viertel Carsamba, das wörtlich nach diesem Markttag benannt ist, einer der größten Straßenmärkte Istanbuls; zum Stöbern ein farbenfrohes Erlebnis, doch der Verkehr im Viertel wird an diesem Tag spürbar zäher.
Die Terrasse am Hof der Suleymaniye mit Blick über das Goldene Horn zählt zu den schönsten Aussichtspunkten des Bezirks und ist morgens fast leer. Balats Beliebtheit am Wochenende erzeugt Schlangen vor den Frühstückslokalen; ein Werktagmorgen schenkt ruhige Fotos und einen Tisch ohne Wartezeit.
Beim Übernachten teilt sich der Bezirk in zwei Erlebnisse: Der Ostrand neben Sultanahmet trägt die ausgebaute touristische Infrastruktur, die Seite von Fener-Balat lebt von kleinen Pensionen und Nachbarschaftsleben. Und für frühe Rückflüge die gute Nachricht: Ein Wagen, der zwischen 5 und 6 Uhr aus dem Bezirk startet, erreicht den Flughafen meist in rund 45 Minuten.